Anlagevermögen: Grundlagen zum Anlagevermögen

17. Mai 2020 in Allgemein



Anlagevermögen: Grundlagen zum Anlagevermögen

Anlagevermögen. Was ist das?

Das Anlagevermögen ist der Teil des Vermögens, der über einen längeren Zeitraum im Unternehmen verbleibt und dem Geschäftsbetrieb somit dauerhaft dient. Es kann sich hierbei beispielsweise um Maschinen, Kraftfahrzeuge oder Grundstücke handeln.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen bleibt regelmäßig nur kurze Zeit im Unternehmen. Hierunter fallen zum Beispiel Bankguthaben, Rohstoffe oder Waren. Interessant: Kraftfahrzeuge können bei einem Autohändler als Waren unter das Umlaufvermögen fallen, ein Firmen-PKW zur Nutzung durch einen Mitarbeiter unter das Anlagevermögen.

Anlagevermögen und Umlaufvermögen bilden gemeinsam das Gesamtvermögen eines Unternehmens.

Unterliederung des Anlagevermögens

Das Anlagevermögen wird nach § 266 HGB unter Aktiva auf der linken Seite der Bilanz abgebildet. Hierzu zählen:

Immaterielle vermögensgegenstände

Hierunter können der Firmenwert, Konzessionen, Kontingente, Erfindungen und Rechte wie Patente oder Lizenzen fallen.

Sachanlagen

Hierunter fallen Dinge wie Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Geschäftsaustattung, Fahrzeuge

Finanzanlagen

Hierunter fallen z.B. Anleihen oder Wertpapiere. Wichtig: Das klassische Bankguthaben zählt zum Umlaufvermögen.

Warum wird abnutzbares Anlagevermögen langsam abgeschrieben und nicht sofort vollständig als Aufwand verbucht?

Vergleichen wir Folgendes: Kauf einer Maschine mit den Kosten für die Reinigung der Büroräume.

Bei sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie z.B. Reinigungsleistungen steht erstmal kein Zugang im Anlagevermögen gegenüber. D.h. dem aus dem Umlaufvermögen ausgegebene Geld steht erstmal kein verbuchbarer Zugang an Vermögen gegenüber.

Anders verhält sich das bei der Maschine: Dem Abgang des Geldes steht ein Zugang der Maschine gegenüber. Diese Maschine wird über einen längeren Zeitraum genutzt werden und daher ihren Wert nicht vollständig mit der Anschaffung verlieren. Um diese Abnutzung abzubilden, gibt es die Abschreibung nach AfA (Absetzung für Abnutzung).

Abnutzbares Anlagevermögen und nicht abnutzbares Anlagevermögen

Um das Anlagevermögen korrekt buchen zu können, muss unterschieden werden, ob das Anlagevermögen der Abnutzung unterliegt oder nicht.

Abnutzbares Anlagevermögen – Abschreibung nach AfA: Wie die oben genannte Maschine verlieren viele Vermögensgegenstände im Laufe der Zeit und der damit verbundenen Nutzung an Wert. Ein zwei Jahre altes Auto kann so natürlich regelmäßig nicht mehr mit seinen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden.

Hier greift die Abschreibung nach AfA (Absetzung für Abnutzung). Mit dieser wird die Anlage Schritt für Schritt über die übliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Informationen zur betriebsgewähnlichen Nutzungsdauer finden sich in den AfA Tabellen des Bundesfinanzministeriums.

Nicht abbnutzbares Anlagevermögen: Es gibt aber auch Vermögensgegenstände, bei denen davon ausgegangen wird, dass sich diese nicht abnutzen. So verlieren beispielsweise Grundstücke in der Regel durch Nutzung nicht an Wert oder aber auch Finanzanlagen wie z.B. Wertpapiere.